Ressourcenpolitischer Instrumentenmix zur Vermeidung von Verpackungsabfällen

Obwohl bei Verbraucherinnen und Verbrauchern das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Verringerung von Verpackungsabfällen vorhanden ist und auch auf politischer und wirtschaftlicher Ebene vermehrt Maßnahmen ergriffen werden, stehen wesentliche Fortschritte bei der Reduzierung des Verpackungsabfallaufkommens aus. In den vergangenen Jahren stieg der Verpackungsmüll in Deutschland sogar an.

Die Gründe hierfür liegen unter anderem in veränderten Lebens- und Konsummustern und einem Wandel der soziodemografischen Strukturen. Zu den Hauptursachen auf politischer Ebene zählt das Fehlen eines konsistenten Politikrahmens, der die ressourceneffiziente Abfallvermeidung in den Vordergrund stellt. Weiterhin kann aus ressourcenpolitischer Sicht eine Verringerung von Verpackungen, beispielsweise im Nahrungsmittelbereich, ein erhöhtes Aufkommen von Lebensmittelabfällen nach sich ziehen und damit Zielen der Ressourceneffizienz entgegenstehen. Dies gilt es bei der Auswahl geeigneter Politikinstrumente zu berücksichtigen.

Daher sollen in diesem Vorhaben politische Instrumente, wie beispielsweise freiwillige Selbstverpflichtungen von Unternehmen, Steuern und Anreize, Ge- und Verbote oder Informationsmaßnahmen analysiert werden. Die zentralen Fragen dieses Forschungsvorhabens lauten:

  • Wie sieht ein erfolgversprechender Instrumentenmix für die ressourceneffiziente Vermeidung von Verpackungsabfällen in Deutschland aus?
  • Wie sollten die politischen Rahmenbedingungen gestaltet werden, um den Einsatz eines entsprechenden Instrumentenmix zu fördern?

Um diese Fragen zu beantworten, werden eine Politikfeldanalyse durchgeführt, Expertinnen und Experten aus den Bereichen Verpackungen, Abfallvermeidung und Politik interviewt und internationale Fallstudien durchgeführt. Anschließend werden die identifizierten Instrumente anhand einer multikriteriellen Analyse bewertet.

Ansprechpartnerin

Jennifer Schinkel, M.A.
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

Döppersberg 19, 42103 Wuppertal

+49 (0)202 2492-197