Konsummuster des
Außer-Haus-Verzehrs

Die Art wie und wann wir uns ernähren hat sich in den letzten Jahren stark verändert: wir essen und trinken mehr unterwegs und bestellen Mahlzeiten online. Take-away, Sofortverzehr und Bringdienste – diese Konsumtrends haben wesentlich zu dem hohen Verpackungs­müll­aufkommen geführt, das wir heute haben. Beispielsweise hat der Verbrauch von Serviceverpackungen in der Gastronomie zwischen 2000 und 2015 um 133% zugenommen.

Das Forschungsfeld befasst sich daher mit sozialen Alltagspraktiken des Außer-Haus-Verzehrs. Anhand von digitalen Tagebüchern und Beobachtungen sollen unterschiedliche Muster der Zeitnutzung identifiziert sowie deren Auswirkungen auf Ernährungs­gewohnheiten analysiert werden. Dabei werden mithilfe eines praxistheoretischen Ansatzes unterschiedliche Aspekte in der Alltagsorganisation der Konsument*innen miteinander verknüpft. Dazu zählen die Bedeutung von Arbeit, die Nutzung digitaler Dienstleistungen und die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in Haushalten.

Auf Grundlage dieser Hemmnisanalyse sollen Ansatzpunkte für verpackungsarmen Konsum, z.B. die (Re-)Integration von wieder- und mehrfachverwendbaren Verpackungen mit langer Gebrauchsdauer in den Alltag von Verbraucher*innen, abgeleitet und getestet werden.

Forschungsfragen

  • Wie greifen Takeaway, Sofortverzehr und Lieferdienste in die Alltagsorganisation ein?
  • Welche Lösungen mit weniger Verpackungsverbrauch (Precycling-Lösungen) gibt es, die sich in den Alltag von Verbraucher*innen integrieren lassen?

Ansprechpartnerin

Dr. Elisabeth Süßbauer

Zentrum Technik und Gesellschaft, TU Berlin

Kaiserin-Augusta-Allee 104, 10553 Berlin

+49 (0)30 314-29822