Häusliches Verpackungsverhalten

Immer mehr Menschen möchten ihren alltäglichen Konsum verpackungsfrei gestalten. Dazu müssen sich einerseits Strukturen verändern. Andererseits spielen auch Lebensstile und die Vorstellungen davon, wie alltägliche individuelle und kollektive Bedürfnisse und Wünsche erfüllt werden eine wichtige Rolle.

Die Alltagsroutinen vieler Menschen sind heute sehr ressourcenintensiv gestaltet, es wird viel, schnell und mit geringem Aufwand konsumiert. Dabei entstehen unter anderem Unmengen von Verpackungen – seien es Plastik, Glas oder Papier – die schon nach kurzer Zeit im Müll landen. Der häusliche Bereich, in dem tagtäglich gekocht, gespielt, gewaschen, gegessen und gelebt wird, ist ein entscheidender Ort dafür, wie und welche Alltagsroutinen geprägt und reproduziert werden.

In der Dissertation werden psychologische Faktoren des häuslichen Verpackungsverbrauchs untersucht.

Foschungsfragen

  • Welche individuellen, sozialen und situativen Bedingungen spielen eine Rolle, um verpackungsfreie und -arme Alltagsroutinen im Lebensmittel- und Drogeriebereich (z.B. Food-Kooperative, Einkaufen auf dem Markt, Eigenherstellung von Drogerieprodukten) auszuprobieren und als neue Gewohnheiten zu etablieren?
  • Wie können ressourcenintensive Bedürfnisse reflektiert, hinterfragt und aufgebrochen werden?
  • Welche Hindernisse gilt es zu überwinden und welche Möglichkeiten zu nutzen, um verpackungsfreie und -arme Gewohnheiten entsprechend der täglichen Bedürfnisse zu gestalten und zu etablieren?

Mit Hilfe von Umfragen, Interviews und experimentelle Methoden in Berliner Haushalten (Home Labs) werden diese Fragestellungen alltagsnah untersucht.

Ansprechpartnerin

Klara Wenzel, M.Sc.

Zentrum Technik und Gesellschaft, TU Berlin

Hardenbergstr. 16-18, 10623 Berlin

+49 (0)30 314-29822